O. g. HMSN Symptomatik, besonders bei familiärer Belastung
Hereditäre Motorisch-Sensible Neuropathie, CMT4C (Demyelinisierend) - SH3TC2
Charcot-Marie-Tooth-Neuropathie, CMT4C
Klinische Symptomatik
Mutationen des SH3TC2-Gens sind Ursache der autosomal rezessiven Charcot-Marie-Tooth Neuropathie des Typs 4C (CMT4C). Klinisch zeigen autosomal rezessive Neuropathien eine ähnliche Symptomatik wie die häufigeren dominanten Neuropathieformen. Eine progrediente, distal beginnende Muskelschwäche und Atrophie, Fußdeformitäten und distale Sensibilitätsstörungen sind typische Zeichen. Der Erkrankungsbeginn einer CMT4C liegt meist in der ersten Lebensdekade und geht häufig mit einer verzögerten motorischen Entwicklung einher. Der Schweregrad der CMT4C-Neuropathie ist variabel. Die Mehrzahl der Patienten entwickelt früh im Krankheitsverlauf eine schwer ausgeprägte Skoliose sowie eine proximale Muskelschwäche. Die motorischen Nervenleitgeschwindigkeiten sind in aller Regel verzögert (durchschnittlich 22m/s).
Genetik
Die CMT4C folgt einem autosomal-rezessiven Erbgang. Das Gen SH3TC2 (KIAA1985) liegt auf Chromosom 5 (5q32) und besteht aus 17 kodierenden Exons.
Häufigkeit
Unterschiedliche SH3TC2-Mutationen lassen sich bei ca. 20% der Patienten mit einer autosomal rezessiven CMT-Neuropathie (CMT4C) nachweisen. Zwei häufigere Founder-Mutationen wurden in verschiedenen ethnischen Gruppen (p.R954X) bzw. in der Bevölkerungsgruppe der Roma (p.R1109X) nachgewiesen.
Diagnostik
Sequenzierung der Exons sowie der flankierende intronische Abschnitte des SH3TC2-Gens
2 - 4 ml EDTA-Blut
4 - 6 Wochen
Post oder Kurierdienst
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