Familiäre Häufung von malignen Melanomen bzw. die Diagnose mehrerer maligner Melanome bei einer Person.
Malignes Melanom - p16/CDKN2A
Klinische Symptomatik
Das familiäre maligne Melanom macht in der Gesamttumorhäufigkeit zwischen 2 und 5% aus. Hierbei treten 10% der Fälle familiär gehäuft und somit vor dem Hintergrund einer genetischen Prädisposition auf. An eine familiäre Häufung ist immer dann zu denken, wenn zwei erstgradig verwandte Familienmitglieder betroffen sind bzw. wenn bei einem Familienmitglied mehr als zwei maligne Melanome diagnostiziert worden sind. In diesen Fällen kann bei ca. 10 bis 20% der Fälle eine genetische Veränderung im p16-Gen (CDKN2A-Gen, cyclin dependent kinase inhibitor 2A) nachgewiesen werden.
Genetische Veränderungen im CDKN2A-Gen (p16) sind mit einem erhöhten Risiko für ein malignes Melanom und auch mit einem leicht erhöhten Risiko für ein Pankreaskarzinom assoziiert. Der Nachweis der krankheitsverursachenden genetischen Veränderung in den betroffenen Familien ermöglicht die präzise Identifizierung von Risikopersonen und die Zuführung dieser Risikopersonen in intensivierte Vorsorgeprogramme. Desweiteren ist die Empfehlung einer möglichst geringen Sonnenexposition auszusprechen.
Genetik
Das CDKN2A-Gen (cyclin dependent kinase inhibitor 2A, p16) liegt auf Chromosom 9 (9p21).
Häufigkeit
Ca. 10% aller malignen Melanome treten familiär gehäuft auf, hiervon sind ca. 10 bis 20% auf genetische Veränderungen im CDKN2A-Gen zurückzuführen.
Diagnostik
Alle Exons sowie deren flankierende Bereiche werden mittels DNA-Sequenzierung untersucht.
2 - 4 ml EDTA-Blut
ca. 2 - 3 Wochen
Post oder Kurierdienst
Anmeldung zum genetischen Beratungsgespräch unter +49 (0)89/309 08 86-0