Vor einer geplanten MTX-Therapie
MTX-Toxizität - MTHFR
Klinische Symptomatik
Methotrexat (MTX) ist ein häufig verwendetes Therapeutikum bei malignen und immunologischen Erkrankungen. Pharmakologisch gibt es Interaktionen mit dem Folsäuremetabolismus, hier insbesondere mit dem Enzym Methylen-Tetrahydrofolat-Reduktase (MTHFR). Eine Variante an Nukleotidposition 677 (c.677C>T) des MTHFR-Gens führt zu einer verminderten Enzymaktivität, mit 60% Restaktivität in der heterozygoten Form und 35% in der homozygoten Form. Vor allem Patienten, die die Variante in homozygoter Form tragen, können auf MTX-Gaben toxisch reagieren.
Durch die Bestimmung des MTHFR-Genotyps vor einer geplanten MTX-Therapie kann eine Risikoerhöhung für eine MTX-Toxizität erkannt werden und eine individuelle Dosisanpassung durchgeführt werden.
Genetik
In einer Studie von Schmeling et al. (2005) konnte gezeigt werden, dass Nebenwirkungen einer MTX-Therapie häufiger bei Patienten mit einer Heterozygotie für den Genotyp c.677C>T auftreten als bei Patienten mit dem in der Bevölkerung häufigen Genotyp c.677C (69% versus 47%). Für den c.677T-Genotyp sowohl in heterozygoter als auch in homozygoter Form wurde daher ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen einer MTX-Therapie ausgesprochen.
Diagnostik
Real-Time-PCR (FRET)
2 - 4 ml EDTA-Blut
1 Woche
Post oder Kurierdienst
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