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Lebersche Hereditäre Optikusneuropathie (LHON)

Untersuchte Gene

Klinische Symptomatik

Bei der Leberschen Hereditären Optikus Neuropathie (LHON) kommt es – meistens bei jungen Männern – innerhalb eines bis weniger Tage zu einer schmerzlosen und zunächst einseitigen Visusminderung, gefolgt von einer Visusminderung am anderen Auge innerhalb weniger Wochen. In der Mehrzahl der Fälle ist die resultierende Sehschwäche ausgeprägt und dauerhaft.

Genetik

Die Erkrankung folgt einem maternalen Erbgang mit inkompletter Penetranz. Bis zu 40 % der Fälle treten sporadisch auf. In den betroffenen Familien sind 40-50 % der männlichen Mutationsträger, aber nur 10-15 % der weiblichen Mutationsträger klinisch betroffen. Dieser Geschlechtsunterschied führte zu der Hypothese, dass eventuell ein weiterer X-chromosomaler Faktor die phänotypische Manifestation der Krankheit beeinflussen kann.

Mehr als 90 % der Fälle werden durch 3 primäre Mutationen in den mitochondrialen MTND-Genen verursacht, die für Untereinheiten des Komplex I der Atmungskette kodieren.

  • MTND1 m.3460G>A
  • MTND4 m.11778G>A
  • MTND6 m.14484T>C
Häufigkeit

In einer epidemiologischen Studie in Nord-Ost England lag die Prävalenz der mtDNA-LHON- assoziierten bilateralen Optikus Neuropathie bei 3 : 100 000. Die Prävalenz für den Carrierstatus einer der drei LHON-Mutationen lag bei 12 : 100 000.

Indikation

V. a. LHON

Methodik Sequenzanalyse, komplett
Sequenzanalyse nach Sanger (kodierende und angrenzende Bereiche)

Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauerbini hchdasd Informationen zur Dauer der Analysen erhalten Sie über die jeweiligen Links unter dem Abschnitt „Untersuchte Gene“.