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Malignes Melanom

Untersuchte Gene

Klinische Symptomatik

Das maligne Melanom tritt in  ca. 10 % der Fälle familiär gehäuft und somit vor dem Hintergrund einer genetischen Prädisposition auf. An eine familiäre Erkrankung ist immer dann zu denken, wenn zwei oder mehr erstgradig verwandte Familienmitglieder betroffen sind bzw. wenn bei einem Familienmitglied mehr als zwei maligne Melanome diagnostiziert worden sind oder wenn die Erkrankung bereits in jungen Jahren auftritt. In ca. 40% der famililären Melanomfälle lässt sich  eine genetische Veränderung im p16-Gen (Gen CDKN2A, cyclin dependent kinase inhibitor 2A) nachweisen, selten wurden auch Veränderungen in den Genen CDK4, BAP1 und BRCA2 sowie im TERT-Promotor identifiziert.. Kürzlich wurde eine familiäre Prädisposition für Melanome bei Trägern einer Keimbahnmutation im POT1-Gen beschrieben (Robles-Espinoza et al. 2014). Demnach scheinen Mutationen im POT1-Gen für ca.4% der familiären Melanomerkrankungen verantwortlich zu sein.

Genetische Veränderungen in CDKN2A (p16) sind mit einem erhöhten Risiko für ein malignes Melanom und auch mit einem leicht erhöhten Risiko für ein Pankreaskarzinom assoziiert. Mutationen im POT1-Gen können ebenfalls zu einer erhöhten familiären Prädisposition für maligne Melanome führen. Der Nachweis der krankheitsverursachenden genetischen Veränderung in den betroffenen Familien ermöglicht die präzise Identifizierung von Risikopersonen und die Zuführung dieser Risikopersonen in intensivierte Vorsorgeprogramme. Desweiteren ist die Empfehlung einer möglichst geringen Sonnenexposition auszusprechen.

Genetik

Das Gen CDKN2A (cyclin dependent kinase inhibitor 2A, p16) liegt auf Chromosom 9p21. Das Gen POT1 liegt auf dem langen Arm von Chromosom 7 (7q31.33). Die assoziierte Prädisposition für Melanomerkrankungen folgt einem autosomal dominanten Erbgang.

Häufigkeit

Ca. 10 % aller malignen Melanome treten familiär gehäuft auf, hiervon sind ca. 10-20 % auf genetische Veränderungen im GenCDKN2A zurückzuführen.

Indikation

Familiäre Häufung von malignen Melanomen bzw. die Diagnose mehrerer maligner Melanome bei einer Person.

Methodik Sequenzanalyse, komplett
Sequenzanalyse nach Sanger (kodierende und angrenzende Bereiche)

Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


MLPA, Multiplex Ligation dependent Probe Amplification
Methode zum Nachweis von Deletionen / Duplikationen einzelner Exons

Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauerbini hchdasd Informationen zur Dauer der Analysen erhalten Sie über die jeweiligen Links unter dem Abschnitt „Untersuchte Gene“.