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Peutz-Jeghers-Syndrom

Untersuchte Gene

Klinische Symptomatik

Das Peutz-Jeghers-Syndrom (PJS) ist eine autosomal dominant vererbte Erkrankung, die durch das Auftreten von chrarakteristischen Polypen im Gastrointestinaltrakt und Pigmentflecken auf Lippen- und Wangenschleimhaut gekennzeichnet ist. Die Polypen entwickeln sich am häufigsten im Dünndarm, daneben aber auch im Dickdarm und im Magen. Histologisch sind die hamartomatösen Peutz-Jeghers-Polypen durch eine ausgeprägte, sich baumartig aufzweigende und fein verästelte Lamina muscularis mucosae gekennzeichnet, was die Abgrenzung zu anderen polypösen Erkrankungen ermöglicht. Die Polypen sind mit einem erhöhten Karzinomrisiko assoziiert. Neben diesen typischen "Peutz-Jeghers-Polypen" können auch Polypen anderer Histologie, z. B. Adenome, vorliegen. Zusätzlich besteht auch ein erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen in anderen Geweben (Brust, Ovarien, Zervix, Endometrium, Hoden und Pankreas).

Die periorale Pigmentierung und die Pigmentierung der Lippen- und Mundschleimhaut treten in der Regel in der Kindheit auf und können im Erwachsenenalter wieder verblassen. Es gibt aber auch Patienten völlig ohne Pigmetflecken, oder Patienten mit einer Hyperpigmentierung im Bereich der Augen.

Genetik

Das auf Chromosom 19q13.3 lokalisierte Gen STK11 besteht aus 9 Exons und kodiert für eine 433 Aminosäuren umfassende zytoplasmatische Serin/Threonin Kinase, die an der Regulation von Zellteilungs-, Differenzierungs- oder Signaltransduktionsprozessen beteiligt ist.

Bei ca. 60 % der Peutz-Jeghers-Patienten sind Mutationen in STK11 nachweisbar. In ca. 10-20 % der PJS-Patienten sind Neumutationen für die Erkrankung verantwortlich. Bei etwa 90 % der Familienmitglieder, die eine STK11-Mutation geerbt haben, manifestiert sich die Erkrankung. Bis zum 60. Lebensjahr entwickelt die Hälfte der Patienten einen bösartigen Tumor.

Indikation

V. a. Peutz-Jeghers-Syndrom bzw. Auftreten von hamartomatösen Polypen

Methodik Sequenzanalyse, komplett
Sequenzanalyse nach Sanger (kodierende und angrenzende Bereiche)

MLPA, Multiplex Ligation dependent Probe Amplification
Methode zum Nachweis von Deletionen / Duplikationen einzelner Exons

Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauerbini hchdasd Informationen zur Dauer der Analysen erhalten Sie über die jeweiligen Links unter dem Abschnitt „Untersuchte Gene“.