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Sotos-ähnliches Großwuchssyndrom durch Mutationen im Gen NFIX

Untersuchte Gene

Klinische Symptomatik

Durch Veränderungen im Gen NFIX  kann es auch zu einem Sotos-ähnlichen Krankheitsbild kommen mit akzeleriertem Knochenwachstum, muskulärer Hypotonie, mentaler Retardierung und typischen Dysmorphiezeichen (hohe Stirn, längliches Gesicht).  Überlappungen mit dem Marshall-Smith-Syndrom sind möglich (z.B. blaue Skleren und autistische Verhaltensweisen).

Genetik

NFIX kodiert den nuclear factor I/X und ist auf dem kurzen Arm von Chromosom 19 (19p3.2) lokalisiert.  Die spezifische Funktion des Genproduktes ist noch nicht gänzlich verstanden. Es scheint eine Rolle bei der Transkriptionsregulation zu spielen. Heterozygote Mutationen und Deletionen können das Marshall-Smith-Syndrom verursachen oder zu einem Sotos-ähnlichen Großwuchssyndrom führen. Beide Erkrankungen folgen einem  autosomal dominanten Erbgang. Dabei gibt es Hinweise auf eine Genotyp-Phänotyp-Korrelation: Missense-Mutationen oder Deletionen des gesamten Gens mit daraus resultierender Haploinsuffizienz  führen eher zum Sotos-ähnlichen Krankheitsbild, während dominant negative Mutationen eher zum  Marshall-Smith-Syndrom führen.

Methodik Sequenzanalyse, komplett
Sequenzanalyse nach Sanger (kodierende und angrenzende Bereiche)

Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauerbini hchdasd Informationen zur Dauer der Analysen erhalten Sie über die jeweiligen Links unter dem Abschnitt „Untersuchte Gene“.