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Apolipoprotein B100 - APOB

Hypercholesterinämie TYP IIa

Klinische Symptomatik

Bei der familiären Hypercholesterinämie (FH) handelt es sich um eine der häufigsten monogenen Stoffwechselerkrankungen der Leber. Um den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, bedarf es einer Wechselwirkung zwischen LDL, dem Haupttransporteur des Cholesterins im Blut und dem LDL-Rezeptor auf den Hepatozyten. Voraussetzung für eine effektive Bindung des LDLs an den Rezeptor ist die Kopplung des Apolipoprotein B-100 (APOB-100) an das LDL.

Bei Personen mit einer familiären Hypercholesterinämie sind zwei Formen zu unterscheiden:

  • Patienten mit Mutationen im LDL-Rezeptor assoziiert mit einer Erhöhung des Cholesterinspiegels auf über 300 mg/dl und
  • Patienten mit Mutationen im APOB-Gen assoziiert mit einer mäßigen Erhöhung des Cholesterinspiegels.

Bei heterozygoten Trägern von Mutationen im APOB-Gen führt dies zu Cholesterinwerten von 200 bis 450 mg/dl, bei homozygoten Merkmalsträgern sind Cholesterinwerte über 450 mg/dl möglich.

Eine Dyslipoproteinämie TypIII mit erhöhten Werten für Gesamtcholesterin und Triglyzeride kann durch das homozygote Vorliegen des E2-Allels des APOE-Gens verursacht sein.

Genetik

Das APOB-Gen (Apolipoprotein B-100-Gen) ist auf Chromosom 2 (2p24.1) lokalisiert.
Die vier häufigsten Mutationen des APOB-Gens sind
APOB p.3543His>Tyr(H3543Y)
APOB p.3500Arg>Gln(R3500Q)
APOB p.3500ARG>Trp(R3500W)
APOB p.3531Arg>Cys(R3531C)

Häufigkeit

p.3543H>Y: 1 : 120
p.3500R>Q: 1 : 500
p.3531R>C: 1 : 3 000

 

Diagnostik

 

Indikation

Personen mit Hypercholesterinämie unklarer Genese
Personen mit familiärer Hypercholesterinämiebelastung

Methodik

Real-Time-PCR (FRET)

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut

Dauer

ca. 2 Wochen



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