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Azoospermiefaktor, AZF - DAZ

Klinische Symptomatik

Ca. 20% aller Männer mit Infertilität weisen eine nicht-obstruktive Azoospermie oder eine variable Ausprägung einer Oligo-Astheno-Teratozoospermie (OAT-Syndrom) auf. Bei 5 bis 20% der Männer liegt eine Mikrodeletion auf dem Y-Chromosom (AZF-Region) vor. Die Mikrodeletionen können verschiedene AZF-Loci (AZF-a, AZF-b, AZF-c) betreffen, beinhalten aber meistens die Region AZF-c, die das DAZ-Gen (Deleted in Azoospermia) enthält. Die Symptomatik bei seltenen familiären Fällen kann variieren bzgl. der Ausprägung der Subfertilität oder Infertilität.

Männern mit Infertilität oder Subfertilität sollte neben einer Analyse der AZF-Loci eine Chromosomenuntersuchung und Männern mit einer obstruktiven Azoospermie aufgrund einer congenitalen bilateralen Aplasie des vas deferens (CBAVD) eine Untersuchung auf Mutationen im CFTR-Gen angeboten werden (siehe auch Information zur CBAVD).

Genetik

Mikrodeletionen der AZF-Region auf dem Y-Chromosom (Yq11) entstehen meist de novo, können aber bei erhaltener Zeugungsfähigkeit (sehr selten spontan oder durch ICSI) auf männliche Nachkommen übertragen werden.

Methode Mechanismus Phänotyp Frequenz
Deletionsanalyse AZF-a-Deletion SCOS * 9%
Deletionsanalyse AZF-c-Deletion Oligozoospermie 6%
Deletionsanalyse AZF-c-Deletion Azoospermie 13%
Deletionsanalyse AZF-b- und AZF-b-c-Deletion Azoospermie 1 - 2%

* SCOS = Sertoli cell only syndrome

Häufigkeit

Prävalenz in der Bevölkerung ist bislang nicht bekannt
Häufigkeit bei Männern mit nicht obstruktiver Subfertilität oder Infertilität  ca. 1 : 7,5 bis 1 : 5

 

Diagnostik

 

Indikation

O. g. Symptomatik

Methodik

Multiplex-PCR zur Amplifikation der einzelnen AZF-Loci

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut

Dauer

ca. 2 Wochen



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