Mutationsanalyse aller kodierenden Bereiche, angrenzender intronischer Bereiche, sowie der 5´ und 3´ nicht translatierten Bereiche der mitochondrialen tRNA-Gene sowie der Gene TSFM, TUFM, EFG1, MRPS16, TRMU mittels DNA-Sequenzierung.
Mitochondriale Translationsdefekte - mt-tRNA-Gene, TSFM, EFG1/GFM1, TUFM, MRPS16, TRMU, PUS1, YARS2
Klinische Symptomatik
Kombinierte Defekte der Atmungskettenenzyme ohne mtDNA-Depletion oder Deletion können durch Mutationen in mt-tRNA Genen oder nukleären Genen verursacht sein, die zu einem Defekt der mitochondrialen Translation führen können. Klinisch resultieren diese in schweren frühkindlichen Krankheitsbildern (schwere frühinfantile Laktatazidose) unterschiedlicher Ausprägung und Organbeteiligung.
Genetik
- 22 mitochondriale tRNA-Gene
- TSFM , Chromosom 12 (12q14.1, 7 kodierende Exons)
- TUFM , Chromosom 16 (16p11.2, 10 kodierende Exons)
- EFG1, Chromosom 3 (3q25.1-q26.2, 18 kodierende Exons)
- MRPS16, Chromosom 10 (10q22.1, 3 kodierende Exons)
- TRMU, Chromosom 22 (22q13, 11 kodierende Exons)
Eine gezielte pränatale molekulargenetische Diagnostik aus Chorionzotten bzw. Amnionzellen ist bei bekanntem nukleären Gendefekt möglich.
Häufigkeit
Nicht bekannt
Diagnostik
Methodik
Material
2 - 4 ml EDTA-Blut oder
DNA (Blut oder anderes Gewebe)
Dauer
3 - 6 Wochen
