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Myoadenylat-Desaminase Mangel, MAD - AMPD1

Klinische Symptomatik

Ein Mangel an muskelspezifischer Myoadenylat-Desaminase (MAD) kann Ursache einer metabolischen Myopathie sein, die vor allem bei Muskelbelastung klinisch manifest werden kann und sich in leichter Ermüdbarkeit, Muskelkrämpfen oder Myalgien, evtl. mit einhergehenden Myoglobinurien äußern kann. Die Ausprägung der klinischen Symptomatik kann dabei sehr variabel sein, insbesondere sind viele asymptomatische Verläufe beschrieben. Dies könnte am Einfluss von bislang nicht eindeutig identifizierten anderen modifizierenden Faktoren oder Begleiterkrankungen liegen.

Genetik

Das AMPD1-Gen (Adenosinmonophosphat-Desaminase 1) liegt auf Chromosom 1 (1p13.2). Die meisten Erkrankungsfälle beruhen auf einem in der mitteleuropäischen Bevölkerung häufigen pathogenen Allel, auf dem sich zwei Mutationen befinden: im Exon 2 an Position 34 (c.34C>T, p.12Q>X) und im Exon 3 an Position 143 (c.143C>T, p.48P>L). Eine Heterozygotie für beide Mutationen ist in der Regel nicht mit einer klinischen Symptomatik verbunden. Homozygote Träger können klinisch asymptomatisch sein oder in unterschiedlicher Ausprägung von oben genannter Symptomatik betroffen sein.

Häufigkeit

Homozygote Mutation    1 : 100
Heterozygote Mutation   ca. 1 : 10

 

Diagnostik

 

Indikation

Metabolische Myopathie, die sich belastungsabhängig durch leichte Ermüdbarkeit, Muskelkrämpfe oder Myalgien äußert
MAD-Mangel in der Muskelbiopsie

Methodik

PCR und Restriktionsverdau: Screening auf das Risikoallel mit der Mutation c.34C>T

Material

2 - 4  ml EDTA-Blut

Dauer

ca. 2 Wochen



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