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Paramyotonica congenita - SCN4A

Klinische Symptomatik

Mutationen im SCN4A-Gen können ursächlich sein für verschiedene neuromuskuläre Natriumkanalerkrankungen, die alle einen autosomal dominanten Erbgang zeigen. Das ursächliche SCN4A-Gen liegt auf Chromosom 17 (17q23.3) und kodiert für die alpha-Untereinheit des spannungsabhängigen muskulären Natriumkanals. Die verschiedenen klinischen Phänotypen der Natriumkanalerkrankungen sind abhängig von Art, Lokalisation und funktionellen Konsequenzen der jeweils zugrundeliegenden Mutation im SCN4A-Gen. Gain-of-function-Mutationen können sich sowohl unter dem Bild einer Myotonie als auch einer periodischen Paralyse manifestieren. Teilweise findet man auch klinische Überlappungen dieser beiden Krankheitsbilder.

 

Paramyotonia congenita (PMC)

Im Gegensatz zu den Chloridkanalmyotonien kein warm-up-Phänomen, sondern Zunahme der Muskelsteifigkeit bei repetitiver Belastung (paradoxe Myotonie). Außerdem starke Temperaturabhängigkeit: Zunahme der Muskelsteifigkeit oder Lähmungen (Minuten bis Stunden) nach Kälte.

 

Kaliumsensitive Myotonie (PAM, potassium-aggraved Myotonia)

Klinisch ähnlich wie Chloridkanalmyotonie (Mutationen im CLCN1-Gen), unterschiedlicher Ausprägungsgrad der Myotonie, typischerweise keine Lähmungsphasen und keine besondere Kälteabhängigkeit. Die myotone Symptomatik wird durch orale Kaliumaufnahme verstärkt.

 

Diagnostik

 

Methodik

Alle Exons sowie deren flankierende Bereiche werden mittels DNA-Sequenzierung untersucht.

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut

Dauer

2 - 3 Wochen



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