zurück zur Liste

Rhabdomyolyse - MTCYB, CPT2, LPIN1, ETFDH, MTCYB

Belastungsintoleranz, CK-Erhöhung

Klinische Symptomatik

Rhabdomyolyse ist ein häufiges klinisches Syndrom, verursacht durch eine akute Muskelfasernekrose und Freisetzung von Muskelenzymen in das Blut, was zu einer Myoglobinurie führt. Diese Myoglobinurie kann in 15% der Patienten eine akute Niereninsuffizienz auslösen. Neben genetischen Erkrankungen gibt es unterschiedliche andere Ursachen für eine Rhabdomyolyse wie Toxine, Überbelastung des Muskels oder inflammatorische Prozesse.

Genetik

Der genetische Hintergrund der Rhabdomyolysen ist sehr heterogen. Autosomal rezessive Mutationen im CPT2-Gen (Carnitin-Palmitoyltransferase) oder im PYGM-Gen (Muskel-Glycogen-Phosphorylase) wurden beschrieben. Als genetische Ursache bei Patienten mit mitochondrialer Myopathie und Rhabdomyolyse wurden mtDNA-Mutationen in Cytb-, ND- und tRNA-Genen gefunden. Weiterhin können nukleäre Mutationen im ETFDH-Gen die Symptomatik einer Rhabdomyolyse verursachen. Diese Patienten zeigen in der Regel einen muskulären Coenzym-Q10-Mangel.

Häufigkeit

Nicht bekannt

 

Diagnostik

 

Indikation

Rhabdomyolyse mit Belastungsintoleranz und CK Erhöhung (ggf. Laktat-Erhöhung) mit Ragged Red Fasern in der Muskelbiopsie.

Methodik

Mutationsanalyse für CPT2, ETFDH, mtDNA CYTB-, tRNA-, COI-III- oder ND-Mutationen mittels DNA-Sequenzierung (abhängig von Atmungskettenenzym-Aktivitäten und Coenzym-Q10-Gehalt im Muskel).

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut bei CPT2, ETFDH, LPIN1und tRNA-Genen
Mutationen in mtDNA CYTB, COI-III und ND sind manchmal nur in Muskel DNA nachweisbar.

Dauer

2 - 5 Wochen, abhängig vom untersuchten Gen



zurück zur Liste