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SANDO / Sensorische-ataktische Neuropathie, Dysarthrie, Ophthalmoparese - POLG, PEO1/Twinkle

Klinische Symptomatik

Die Sensorisch-ataktische Neuropathie mit Dysarthrie und Ophthalmoparese (SANDO) ist eine klinisch heterogene systemische Erkrankung, deren unterschiedliche Symptome durch Defekte der mitochondrialen Funktion verursacht werden. Der klinische Phänotyp kann ein Kontinuum zum Bild einer autosomal rezessiven progressiven externen Ophthalmoplegie (PEO) oder einer mitochondrialen neurogastrointestinalen Enzephalopathie (MNGIE) zeigen. SANDO ist in der Regel eine Erkrankung des Erwachsenenalters (Erstsymptomatik mit 16-40 Jahren). Bei einer elektrophysiologisch nachweisbaren axonalen Neuropathie zeigen die Patienten ein ataktisches Gangbild, sensible Defizite und eine Areflexie. Typische klinische Symptome sind weiterhin eine Dysarthrie und eine chronisch progressive externe Ophthalmoplegie. Begleitend können Migräne und/oder eine depressive Symptomatik bestehen. Die Muskelbiopsie zeigt eine Myopathie mit Ragged Red Fasern (RRF). In der mitochondrialen DNA (mtDNA) des Muskels sind multiple mtDNA-Deletionen nachweisbar.

Genetik

SANDO wird meist durch autosomal rezessiv vererbte Mutationen im nukleären POLG1-Gen (Polymerase-Gamma) verursacht. In einem Fall konnte eine heterozygote Mutation im PEO1-Gen (Twinkle) nachgewiesen werden.

Häufigkeit

Nicht bekannt

 

Diagnostik

 

Indikation

V. a. SANDO

Methodik

1. Mutationsanalyse aller kodierenden Bereiche, angrenzender intronischer Bereiche, sowie der 5´ und 3´ nicht translatierten Bereiche des POLG1-Gens mittels DNA-Sequenzierung
2. Mutationsanalyse aller kodierenden Bereiche, angrenzender intronischer Bereiche, sowie der 5´ und 3´ nicht translatierten Bereiche des PEO1-Gens mittels DNA-Sequenzierung.

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut

Dauer

2 - 4 Wochen



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