Alle Exons sowie deren flankierende Bereiche werden mittels DNA-Sequenzierung analysiert.
Deletionen bzw. Duplikationen eines oder mehrerer Exons werden mittels MLPA erfasst.
Der Wilms-Tumor (WT) ist der häufigste Nierentumor bei Kindern und Jugendlichen. Er entsteht in der Niere aus embryonalen Nierengeweberesten (metanephrogenem Blastem), die bei ca 1% aller Neugeborenen vorliegen, sich aber i.d.R. in der frühen Kindheit zurückentwickeln. Die Persistenz dieser Zellen, welche dann ein erhöhtes Risiko für einen Wilms-Tumor tragen, scheint von genetischen Veränderungen abzuhängen. Bei ca. 10% aller Kinder mit Wilms-Tumor liegt eine Keimbahnmutation in einem der mit Wilms-Tumor assoziierten Gene zugrunde.
Bisher sind die Ursachen für die Entstehung eines Wilms-Tumors weitgehend unbekannt. Er tritt aber mit bestimmten Syndromen gehäuft zusammen auf (WAGR-Syndrom, Denys–Drash–Syndrom und Beckwith-Wiedemann-Syndrom). Bei den meisten der an diesen Syndromen erkrankten Kinder spielen zwei Wilms-Tumor-Gene eine Rolle: das WT1-Gen (Chromosom 11, 11p13) und das WT2-Gen (Chromosom 11, 11p15,5; Gen noch nicht identifiziert).
Das in unserem Labor analysierte WT1-Gen umfasst 10 Exons und kodiert ein Zink-Finger DNA-binding Protein von 429 Aminosäuren Länge. WT1 fungiert als Transkriptions-Aktivator oder –Repressor (je nach zellulärem bzw. chromosomalen Kontext).
Das Nephroblastom macht ca. 6-8% aller bösartigen Tumore im Kindesalter aus, die Inzidenz bei Neugeborenen liegt bei ca. 1 : 10 000 mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen dem 1. und dem 4. Lebensjahr. Auch Säuglinge können betroffen sein. Im Erwachsenenalter ist die Erkrankung äußerst selten.
Alle Exons sowie deren flankierende Bereiche werden mittels DNA-Sequenzierung analysiert.
Deletionen bzw. Duplikationen eines oder mehrerer Exons werden mittels MLPA erfasst.
2 - 4 ml EDTA-Blut
2 - 3 Wochen