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X-chromosomale Agammaglobulinämie, XLA - BTK

Morbus Bruton

Klinische Symptomatik

Die X-chromosomale Agammaglobulinämie (XLA) ist eine Immun-Mangelerkrankung. Das verantwortliche BTK-Gen (Bruton-Tyrosinkinase) kodiert für ein Enzym, das eine wichtige Rolle in der Entwicklung der B-Zell-Differenzierung spielt. Durch die gestörte Reifung der B-Zellen und der damit verminderten Produktion von Antikörpern kommt es bei Patienten zu rezidivierenden bakteriellen Infekten, hauptsächlich der Atemwege und des Magen-Darmtraktes.

 

Aufgrund der X-chromosomalen Vererbung sind fast nur Männer betroffen. Frauen mit einem mutierten Allel erkranken in der Regel nicht, können dieses Allel aber an ihre Söhne weitergeben. Eine differenzierte Analyse der peripheren Blutzellen zeigt in der Regel einen B-Zell-Anteil von unter 1%.

Genetik

Die X-chromosomale Agammaglobulinämie folgt einem X-chromosomal rezessiven Erbgang. Das bei dieser Erkankung veränderte BTK-Gen liegt auf dem langen Arm des X-Chromosoms (Xq22.1). Die bisher identifizierten Mutationen sind über alle 18 Exons verteilt. Bei 90% der Mutationen handelt es sich um Punktmutationen oder kleinen Deletionen bzw. Insertionen.

Häufigkeit

Im männlichen Geschlecht 3 - 6 : 1 000 000

 

Diagnostik

 

Indikation

Patienten mit o. g. Symptomatik

Familiäre Belastung mit XLA

Methodik

PCR mit anschließender Sequenzierung

Deletionen bzw. Duplikationen eines oder mehrerer Exons werden mittels MLPA erfasst

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut

Dauer

6 - 8 Wochen



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