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X-chromosomaler congenitaler Nystagmus - FRMD7

NYS1, Infantiler idiopatischer Nystagmus, Congenitaler Motor Nystagmus

Klinische Symptomatik

Mutationen im FRMD7-Gen (FERM domain-containing-7 gene) sind verantwortlich für den X-chromosomalen Nystagmus (NYS1). Das FRMD7-Genprodukt beeinflußt während der Embryogenese möglicherweise die Länge und den Grad der Verzweigung von Neuronen des Mittelhirns, Kleinhirns und der Netzhaut und führt so zur Entstehung des Nystagmus.

Der durch Mutationen im FRMD7-Gen verursachte horizontale, konjugierte und blick-abhängige Nystagmus tritt meist in den ersten sechs Lebensmonaten auf. Die Amplitude des Nystagmus ist von der Blickrichtung abhängig, bei zentraler Blickrichtung ist sie am kleinsten. 15% der Kinder zeigen eine auffällige Kopfhaltung. Der Visus ist üblicherweise besser als 0,5. Das Farbsehen ist nicht eingeschränkt. Die Augen zeigen keine strukturellen Veränderungen, VEP und ERG sind unauffällig.

Genetik

 

Der frühkindliche idiopathische Nystagmus kann sowohl X-chromosomal (NYS1, NYS5) als auch autosomal dominant (NYS2, NYS3, NYS4) und selten rezessiv vererbt werden. Das FRMD7-Gen liegt auf dem langen Arm des X-Chromosoms (Xq26.2) und besteht aus 12 kodierenden Exons. NYS1 folgt daher einer X-chromosomalen Vererbung. Jedoch zeigen 60% der weiblichen Anlageträger ebenfalls eine klinische Symptomatik, so dass der Erbgang nicht immer eindeutig zu erkennen ist.

 

Diagnostik

 

Indikation

O. g. Symptomatik

Methodik

Bei der hier angewandten Methodik werden alle Exons sowie die flankierenden Bereiche mittels PCR amplifiziert und anschließend sequenziert.

Material

2 - 4 ml EDTA-Blut

Dauer

3 - 4 Wochen



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