- Sonographische Auffälligkeiten
- Auffälliger Ersttimester-Test
- Erhöhtes Alter der Mutter (≥ 35 Jahre)
- Vorangegangene Schwangerschaften mit numerischen Chromosomenaberrationen
- Robertson´sche Translokation bei einem der beiden Eltern
- Down-Syndrom unklarer Genese in der Familie
Pränataler FISH-Schnelltest
Aneuploidie-Screening
Allgemeines
In
der Schwangerschaft stellt die Ungewissheit über die Gesundheit des
heranwachsenden Kindes oft eine starke psychische Belastung dar. In den
meisten Fällen wird die Frage nach Abklärung des Down-Syndroms
(Trisomie 21) gestellt. Sonographisch beobachtete fetale Fehlbildungen oder eine intrauterine Wachstumsverzögerung können Hinweise auf eine
numerische Chromosomenveränderung sein (z. B. Trisomie 13 oder Trisomie
18).
Mit fortschreitendem
Alter der Schwangeren steigt das Risiko für ein Kind mit einer
numerischen Chromosomenveränderung. Daher kann der pränatale FISH-Schnelltest
über 35-jährige Schwangere und Schwangere mit auffälligem
Ersttrimester-Test oder sonographischen Auffälligkeiten durch
die Schnelligkeit der Untersuchung spürbar entlasten.
Eine
FISH-Untersuchung mit spezifischen DNA-Sonden liefert innerhalb von 24
Stunden nach der Fruchtwasserpunktion ein Ergebnis über die Anzahl der
Chromosomen 13, 18 und 21 sowie über die Anzahl der
Geschlechtschromosomen.
Die Anzahl aller anderen, wesentlich
selteneren numerischen Chromosomenaberrationen wird in der
Karyotypisierung der Langzeitkultur ermittelt, im Rahmen derer auch die
strukturelle Analyse der Chromosomen erfolgt.
Der FISH-Schnelltest erfolgt daher nur in Verbindung mit der Chromosomenanalyse aus der Fruchtwasserzellkultur.
Der
Test ist ab der 15. Schwangerschaftswoche möglich. Vor der 15. SSW ist
die Anzahl fetaler Zellen im Fruchtwasser in der Regel zu gering.
Blutiges
Fruchtwasser kann nicht verwendet werden, da eine starke Beimengung
mütterlicher Zellen zu einer Fehlinterpretation des Ergebnisses führen
kann.
Diagnostik
FISH-Untersuchung mit Chromosom 13, 18, 21, X und Y spezifischen DNA-Sonden
3 ml einer Fruchtwasserpunktion (Gesamtmenge 10 - 20 ml Fruchtwasser)
1 Tag
Bei Proben, die freitags im MGZ eintreffen, liegt der Befund am darauf folgenden Werktag vor.
