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     LIQUID BIOPSY

Wird Tumor-DNA bei einem Patienten nachgewiesen, ist dies ein sehr starkes Indiz dafür, dass Tumor vorhanden ist. Tumor-DNA ist ein sehr spezifischer Marker, weil sie – anders als beispielsweise CEA – ausschließlich von Tumorzellen freigesetzt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Messung von Tumor-DNA im Blutplasma tatsächlich Tumorzellen vorhanden sind, liegt bei 95 %.

In Schnitt setzen etwa die Hälfte der soliden Tumoren nachweisbare Tumor-DNA-Mengen in die Blutzirkulation frei. Die Zahl kann jedoch stark variieren. So liegt sie beispielsweise bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs, Melanom und kolorektalem Karzinom deutlich höher als bei Patienten mit Glioblastom oder Prostatakarzinom.1,2 In fortgeschrittenen Tumorstadien ist sie ebenfalls höher repräsentiert als in niedrigen.

In einer mehrjährigen klinischen Studie an Patienten mit kolorektalem Karzinom (UICC Stadien I-IV) zur klinischen Validität der MGZ-Liquid Biopsy-Analysen war die Aussage über Residual Disease zu 90 % übereinstimmend mit dem Auftreten von Metastasen (n=19). Die Höhe der gemessenen VAFs spiegelte in allen Fällen die Tumorprogression beziehungsweise Therapieansprechen wider (n=7).

Mehrere technische Faktoren verbessern die Nachweisrate:

Hochsensitive Methoden

Hochsensitive Verfahren wie die Digital Droplet PCR (ddPCR) können zuverlässig kleinste Tumor-DNA-Mengen im Blutplasma messen.

Weitere Informationen finden Sie unter Performance der MGZ-Liquid Biopsy-Analysen.

Eine umfassende Validierung bei sehr geringen Tumor-DNA-Mengen

Die Bestimmung des Limits of Blank und des Limits of Quantification ist Voraussetzung für eine sichere und präzise klinische Interpretation der erhaltenen Analyseergebnisse und besonders wichtig für die klare Unterscheidung von tatsächlichen Signalen niedriger Frequenz und Signalrauschen.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter Technische Herausforderungen der Liquid Biopsy  und Performance der MGZ-Liquid Biopsy-Analysen.

Erhöhtes Analysevolumen
Analysewiederholung bei negativem Ergebnis

Klinische Studien belegen, dass die Aussagekraft eines Liquid Biopsy-Analyseergebnisses bezüglich der Vorhersage eines Rezidivs weiter steigt, je näher am Zeitpunkt der klinischen Evidenz eines Rezidivs durchgeführt wird (im Schnitt drei Monate vorher).3 Das bedeutet, dass sich ein Recurrence Monitoring anstelle einer einmaligen Liquid Biopsy-Messung nach OP anbietet, wenn ein Tumor-DNA-negatives Ergebnis vorliegt.

Referenzen

1 Bettegowda Ch et al. Sci Transl Med. 2014;6(224):224ra24. doi: 10.1126/scitranslmed.3007094.

2 Mouliere F et al. Sci Transl Med. 2018;10(466):eaat4921. doi: 10.1126/scitranslmed.aat4921.

3 Tie J et al. Int JCancer. 2021 Feb 15;148(4):1014-1026. doi: 10.1002/ijc.33312.