Unter einer molekularen Autopsie versteht man eine postmortale DNA-Analyse, die v.a. bei ungeklärten Todesfällen zum Einsatz kommt. In 10–30 % der Fälle mit plötzliche Herztod (PHT) kann die Ursache durch eine konventionelle Autopsie nicht geklärt werden. Für mindestens ein Drittel dieser Todesfälle können kardiale Ionenkanalerkrankungen verantwortlich sein, die mithilfe der molekularen Autopsie identifiziert werden können. Die parallele Sequenzierung mehrerer Gene trägt entscheidend zur Diagnosesicherung bei. Die molekulare Autopsie ist zum einen sinnvoll, um die Ursache des PHT zu klären, zum anderen, um eine Risikoabschätzung und Empfehlung präventiver Maßnahmen für nahe Verwandte zu geben, die möglicherweise ebenfalls Träger der nachgewiesenen krankheitsverursachenden Sequenzvariante sind.
Im Webinar werden die Möglichkeiten und Limitierungen der molekularen Autopsie aufgezeigt und auf die genetischen Ursachen des plötzlichen Herztodes (PHT) eingegangen.
Details zur Veranstaltung:
| Datum/Uhrzeit | 04.05.2022, 17:30–18:30 Uhr |
| Referentin: | Prof. Dr. med. Isabel Diebold, MGZ München |
| Art der Veranstaltung: | Webinar |
| Kosten: | Die Veranstaltung ist kostenfrei |
| Zertifizierung: | 1 CME-Punkt wird beantragt |
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am Webinar des MGZ - Medizinisch Genetischen Zentrums.
