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1602

Apolipoprotein B100

Untersuchte Gene

Synonyme

Hypercholesterinämie TYP IIa

Klinische Symptomatik

Bei der familiären Hypercholesterinämie (FH) handelt es sich um eine der häufigsten monogenen Stoffwechselerkrankungen der Leber. Um den Cholesterinspiegel im Blut zu senken, bedarf es einer Wechselwirkung zwischen LDL, dem Haupttransporteur des Cholesterins im Blut und dem LDL-Rezeptor auf den Hepatozyten. Voraussetzung für eine effektive Bindung des LDLs an den Rezeptor ist die Kopplung des Apolipoprotein B-100 (APOB-100) an das LDL.
Bei Personen mit einer familiären Hypercholesterinämie sind zwei Formen zu unterscheiden:

  • Patienten mit Mutationen im LDL-Rezeptor assoziiert mit einer Erhöhung des Cholesterinspiegels auf über 300 mg/dl und
  • Patienten mit Mutationen im Gen APOB assoziiert mit einer mäßigen Erhöhung des Cholesterinspiegels.

Bei heterozygoten Trägern von Mutationen im Gen APOB führt dies zu Cholesterinwerten von 200 bis 450 mg/dl, bei homozygoten Merkmalsträgern sind Cholesterinwerte über 450 mg/dl möglich.

Eine Dyslipoproteinämie TypIII mit erhöhten Werten für Gesamtcholesterin und Triglyzeride kann durch das homozygote Vorliegen des E2-Allels des Gens APOE verursacht sein.

Genetik

Das Gen APOB (Apolipoprotein B-100-Gen) ist auf Chromosom 2p24.1 lokalisiert.
Die vier häufigsten Mutationen dieses Gens sind:

  • APOB p.3543His>Tyr(H3543Y)
  • APOB p.3500Arg>Gln(R3500Q)
  • APOB p.3500ARG>Trp(R3500W)
  • APOB p.3531Arg>Cys(R3531C)
Häufigkeit
  • p.3543H>Y: 1 : 120
  • p.3500R>Q: 1 : 500
  • p.3531R>C: 1 : 3 000
Indikation
  • Personen mit Hypercholesterinämie unklarer Genese
  • Personen mit familiärer Hypercholesterinämiebelastung
Methodik Sequenzanalyse, gezielt
Sequenzanalyse einer oder mehrerer Mutationen / unklarer Sequenzvarianten eines Gens

Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauer 3-6 Wochen