We have detected you are coming from a location outside of Germany.
Wir haben festgestellt, dass Sie von einem Standort außerhalb Deutschlands auf diese Seite gelangt sind.

Please select your preferred language:
Bitte wählen Sie eine der folgenden Sprachoptionen:
1383

Danon Disease

Untersuchte Gene

Klinische Symptomatik

Danon Disease ist eine Multisystemerkrankung aus der Gruppe der lysosomalen Glykogen-Speichererkrankungen. Aufgrund des X-chromosomalen Erbgangs findet sich die typische klinische Trias einer Kardiomyopathie, Muskelschwäche und mentaler Retardierung vor allem im männlichen Geschlecht. Weibliche Anlageträgerinnen zeigen dagegen oft einen milderen bis keinen Phänotyp.

Die Herzbeteiligung mit dem Risiko eines plötzlichen Herztods kann sehr variabel sein. Ein Wolff–Parkinson–White-Syndrom oder eine hypertrophe Kardiomyopathie mit Erstmanifestation im frühen Jugendalter sind häufige Befunde bei männlichen Patienten, bei Frauen treten erste Symptome durchschnittlich ca. 15 Jahre später auf, bei ihnen liegt oft auch eine dilatative Kardiomyopathie vor. Aufgrund der schnellen Progression der Kardiomyopathie stellt eine Herztransplantation die wichtigste therapeutische Maßnahme dar. Die mentale Beteiligung ist sehr variabel. Sie betrifft praktisch alle Jungen, aber auch über 40 % der Mädchen. Die Skelettmuskelbeteiligung ist oft nur mild, kann aber auch das führende klinische Symptom darstellen. Muskelbioptisch zeigt sich eine autophagische vakuoläre Myopathie, meist mit immunhistochemisch fehlender LAMP2-Expression. Als zusätzliche Organbeteiligung sind bei einzelnen Patienten auch eine (sub)klinische Neuropathie oder eine Augenbeteiligung (Retinopathie) beschrieben.

Genetik

Die Danon Disease wird durch Mutationen des Gens LAMP2 (lysosome-associated membrane protein-2), lokalisiert auf Xq24, verursacht. Die meisten Patienten tragen Punktmutationen, Deletionen/Duplikationen einzelner Exons sind ebenfalls beschrieben. Das defiziente Protein (lysosome-associated membrane protein-2) wirkt als lysosomaler Membranrezeptor in der Chaperon-vermittelten Autophagie, wobei der genaue Pathomechanismus, der zu einer Glykogen-Speicherung führt, nicht voll verstanden ist. Die Erkrankung wird X-chromosomal vererbt. Während männliche Patienten das volle Krankheitsbild zeigen, sind weibliche Anlageträgerinnen nicht oder variabel betroffenen.

Häufigkeit

Hierzu liegen bislang keine ausreichenden Daten vor.

Indikation

Plötzlicher Herztod, Wolff–Parkinson–White-Syndrom, sich im Jugendalter manifestierende hypertrophe Kardiomyopathie insb. im männlichen Geschlecht, dilatative Kardiomyopathie. V.a. X-chromosomal erbliche Kardiomyopathie, mentale Retardierung und Muskelschwäche, Muskelschwäche und Retinopathie, Kardiomyopathie und Retinopathie.

Methodik Sequenzanalyse, komplett
Sequenzanalyse nach Sanger (kodierende und angrenzende Bereiche)

Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauer 3-6 Wochen