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Fasertyp Disproportionen

Klinische Symptomatik

Die Diagnose einer Kongenitalen Fasertypdisproportion (CFTD) basiert auf der Kombination aus dem typischen histologischen Befund einer Muskelbiopsie der Skelettmuskulatur und der klinischen Symptomatik einer Kongenitalen Myopathie. In der Muskelbiopsie ist die zentrale histologische Auffälligkeit eine deutliche Verkleinerung der Typ 1 Muskelfasern im Vergleich zu den Typ 2 Muskelfasern, wobei dieses histologische Bild mit fortschreitendem Krankheitsverlauf auch einer Veränderung unterworfen sein kann. Klinisch auffällig werden die Patienten durch eine Hypotonie und eine generalisierte Muskelschwäche (mild bis schwerwiegend), die schon bei Geburt besteht oder während des 1. Lebensjahrs auftritt. Sie ist meistens gleichbleibend oder langsam progressiv. Eine respiratorische Beteiligung tritt in ca. 30 % der Fälle auf. Des Weiteren können die Betroffenen eine Ophthalmoplegie, eine Ptosis und eine Schwäche der fazialen und / oder bulbären Muskulatur entwickeln. Kontrakturen der großen und kleinen Gelenke können schon bei Geburt bestehen.

Genetik

Die CFTD ist ein genetisch heterogenes Erkrankungsbild, das je nach zugrundeliegendem Gen einem autosomal rezessiven, einem autosomal dominanten oder einem X-chromosomalen Erbgang folgen kann. Ursächliche Mutationen wurden in verschiedenen Genen identifiziert: ACTA1 (~ 6 %), MYH7 (Häufigkeit unbekannt), RYR1 (~ 10-20 %), SEPN1 (selten), TPM2 (selten), TPM3 (~ 20-25 %) und LMNA (Häufigkeit unbekannt). Alle bisher gefundenen Mutationen in den Genen ACTA1, MYH7, TPM2 und LMNA werden autosomal dominant vererbt, wohingegen Mutationen in den Genen SEPN1 und RYR1 einem autosomal rezessiven Erbgang folgen. Mutationen im Gen TPM3 können sowohl autosomal rezessiv, als auch autosomal dominant vererbt werden. Bei den Genen ACTA1 und TPM3 handelt es sich häufig um autosomal dominante Neumutationen. TPM2-Mutationen und eine X-chromosomale Form mit bisher ungeklärter genetischer Ursache sind selten.

Häufigkeit

CFTD ist eine seltene Erkrankung mit unbekannter Prävalenz.

Methodik MLPA, Multiplex Ligation dependent Probe Amplification
Methode zum Nachweis von Deletionen / Duplikationen einzelner Exons

Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Sequenzanalyse, komplett
Sequenzanalyse nach Sanger (kodierende und angrenzende Bereiche)

Einzelgen-Analyse
Sequenzanalyse mittels NGS (kodierende und angrenzende Bereiche)

Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauer 3-6 Wochen