We have detected you are coming from a location outside of Germany.
Wir haben festgestellt, dass Sie von einem Standort außerhalb Deutschlands auf diese Seite gelangt sind.

Please select your preferred language:
Bitte wählen Sie eine der folgenden Sprachoptionen:
1630

Gastrointestinale Stromatumore (GIST)

Untersuchte Gene

Klinische Symptomatik

Gastrointestinale Stromatumore (GIST) sind mesenchymale Tumore des Magen-Darm-Trakts, die von den interstitiellen Cajal-Zellen ausgehen. Cajal Zellen sind Schrittmacherzellen, die u.a. die Peristaltik im Verdauungstrakt regulieren. Ungefähr 70 % der GIST entwickeln sich im Magen, 20 % im Dünndarm und weniger als 10 % in Speiseröhre, Dickdarm und Enddarm. Sie treten meist sporadisch bei Patienten zwischen dem 40. bis 70. Lebensjahr auf, in seltenen Fällen auch bei jüngeren Personen. Die sporadischen GIST wird in aller Regel durch aktivierende somatische Mutationen in den Genen KIT (ca. 85 %) und PDGFRA (ca. 5-10 %) verursacht.

Bei einigen Patienten treten GIST familiär gehäuft auf. Die familiäre Form ist eine seltene autosomal dominant vererbte Erkrankung, die durch Keimbahnmutationen in den Genen KIT und PDGFRA verursacht wird. Patienten mit familiären GIST haben in der Regel multiple Tumore, diese können im gesamten Gastrointestinaltrakt auftreten. Weiterhin haben Patienten mit einer KIT-Keimbahnmutation häufig dermatologische Auffälligkeiten im Sinne von verstärkten (lokalisierten) Pigmentierungen, Lentigines, Urtikaria pigmentosa und / oder eine Dysphagie.

Der Nachweis von KIT- bzw. PDGFRA-Mutationen hat bei sporadischen Tumoren therapeutische Konsequenzen, da sich hieraus z. T. das Ansprechen auf eine Imatinib-Therapie ableiten lässt. Ein Ansprechen auf Imatinib wurde auch bei Patienten mit familiären GIST und KIT-Mutationen beschrieben.

Genetik

KIT: Dieses Gen kodiert für das Protein “ v-kit Hardy-Zuckerman 4 feline sarcoma viral oncogene homolog” und ist eine membrangebundene Rezeptor-Tyrosin-Kinase. KIT liegt auf Chr. 4 und besteht aus 21 kodierenden Exons. Aktivierende (gain of function) Mutationen verursachen familiäre GIST während loss of function Mutationen zu einem Piebaldismus führen. Somatische Mutationen liegen regelhaft auch in sporadischen GIST vor.

PGDFRA: PDGFRA kodiert für eine Rezeptor-Tyrosin-Kinase der „platelet-derived growth factor”-Rezeptor Familie. Mitglieder der „platelet-derived growth factors” sind Mitogene für Zellen des Mesenchyms. Das Gen liegt auf Chr. 4 und besteht aus 23 kodierenden Exons. Ebenso wie KIT-Mutationen werden Mutationen in PDGFRA sowohl in sporadischen als auch in familiären GIST gefunden.

Indikation

Patienten mit V.a. familiäre GIST

Methodik Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauer
3-6 Wochen

 

Haben Sie Fragen?

Unser fachärztliches Team steht Ihnen unter 089 /30 90 886 – 0 für Fragen konsiliarisch gerne zur Verfügung.