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Symposium

Genetik und Häufige Erkrankungen - passt das zusammen?

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18.01.20

9-14Uhr

Sofitel München

1565

Hereditäre Motorisch-Sensible Neuropathie (HMSNX, CMTX1)

Untersuchte Gene

Synonyme

Charcot-Marie-Tooth Neuropathie, X-chromosomal, CMTX1, Connexin 32

Klinische Symptomatik

Die Klinik der X-chromosomalen vererbten Form der Hereditären Motorisch-Sensiblen Neuropathie (HMSNX, CMTX1) ist bei männlichen Betroffenen sehr ähnlich zur autosomal dominanten Form der HMSN. Frauen weisen meist nur eine milde bis gar keine Symptomatik auf.

Die Patienten weisen eine langsam progrediente, vorwiegend motorische, demyelinisierende bis axonale Neuropathie auf. In den meisten Fällen ist eine Verzögerung der Nervenleitgeschwindigkeit (23-40 m/s) nachweisbar. Die symmetrischen, atrophisierenden Paresen beginnen an der Fuß- und Unterschenkelmuskulatur. Die Muskeleigenreflexe erlöschen häufig vor der Manifestation der Lähmungen. Die distalen Sensibilitätsstörungen sind in der Regel geringer ausgeprägt als die motorische Symptomatik. Schmerzhafte Dysästhesien und vasomotorische Beeinträchtigung kommen vor. Viele Patienten zeigen bereits im Kindes- und Jugendalter eine klinische Symptomatik, fast alle sind bis zum 30. Lebensjahr manifest, in seltenen Fällen fängt die Symptomatik jedoch erst später an.

Genetik

Die häufigste X-chromosomal vererbte Form der HMSN (CMTX) wird durch Mutationen im Gen GJB1 (Gap Junction Protein Beta 1, Connexin 32, Chromosom Xq13.1) verursacht und betrifft meist Männer. Eine Transmission vom Vater zum Sohn schließt eine CMTX1 aus. Bei 90 % der CMTX-Patienten kann durch Sequenzanalyse eine Mutation im Gen GJB1 nachgewiesen werden. Eine Deletion des gesamten Gens wurde ebenfalls beschrieben.

Häufigkeit

Ca. 1 : 100 000

Indikation

O. g. Symptomatik, besonders bei X-chromosomalem Vererbungsmuster

Methodik Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauer
3-6 Wochen

 

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