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1977

Infantile spinocerebelläre Ataxie (Infantile Onset Spinocerebellar Ataxia, IOSCA)

Untersuchte Gene

Synonyme

mtDNA Depletionssydrom Typ 7 (MTDPS7)

Klinische Symptomatik

Die infantile spinocerebelläre Ataxie (Infantile Onset Spinocerebellar Ataxia, IOSCA) ist eine oft bereits im frühen Kindesalter beginnende neurodegenerative Erkrankung, die sowohl zentrales (insb. Kleinhirnatrophie, Optikusatrophie) als auch peripheres Nervensystem (sensible axonale Neuropathie) betrifft. Nach einer im ersten Lebensjahr noch normalen Entwicklung kommt es zu neurologischen Auffälligkeiten im Sinne einer muskulären Hypotonie, Ataxie und Athetose. Die Muskeleigenreflexe sind erloschen. Im weiteren Verlauf treten eine Ophthalmoplegie, Sehstörung (aufgrund Optikusatrophie) und Innenohrschwerhörigkeit hinzu. Bei vielen Kindern besteht auch eine kognitive Entwicklungsstörung. Bei Mädchen besteht ein Hypogonadismus. Im Krankheitsverlauf kommt es zum Auftreten einer Epilepsie, die sich zu einer lebensbedrohlichen Enzephalopathie mit Myoklonien und Status epilepticus entwickeln kann.

In der cerebralen Bildgebung zeigt sich eine Kleinhirnatrophie. Die frühe axonale Neuropathie, welche vorwiegend die sensiblen Fasern betrifft, ist in einer Suralisbiopsie erkennbar.

Genetische Differentialdiagnostik:

Differentialdiagnosen sind andere früh-manifeste zerebelläre Ataxien mit sensorischer axonaler Neuropathie (insb. Friedreich-Ataxie) und epileptischer Enzephalopathie (insb. POLG-assoziierte Erkrankungen), sowie andere mitochondriale Krankheitsbilder.

Genetik

Autosomal rezessive Mutationen des C10orf2-Gens sind auch unter dem Phänotyp einer frühkindlichen (Hepato)Enzephalopathie beschrieben.

Autosomal rezessive oder autosomal dominante Mutationen im Gen C10orf2 können auch Ursache von Erkrankungen mit Manifestation im Erwachsenenalter sein und sind hier unter dem Bild einer im Erwachsenenalter manifestierenden Ataxie (SANDO) oder einer autosomal dominanten progressiven externe Ophthalmoplegie (PEO) mit primär myopathischen Beschwerden oder variabler zusätzlicher neurologischer Symptomatik (Parkinsonismus, Dysarthrie und Dysphagie, respiratorischer Insuffizienz und Kachexie).

Methodik Next Generation Sequencing (NGS)

Parallele Sequenzierung mehrerer Gene


Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauer
3-6 Wochen

 

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