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Morbus Osler
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Synonyme
Osler-Rendu-Weber Syndrom, Hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie, HHTKlinische Symptomatik
Das Osler-Rendu-Weber-Syndrom (Hereditäre Hämorrhagische Telangiektasien, HHT oder Morbus Osler) ist durch das Auftreten von multiplen arteriovenösen Kurzschlüssen (AVM, arteriovenous malformations) gekennzeichnet. Kleine AVMs knapp unter dem Epithel oder in mukösen Membranen brechen oft schon nach leichten Traumen auf und bluten.
Die häufigste klinische Manifestation des M. Osler ist spontanes und rezidivierendes Nasenbluten, das sich meist im Alter von ca. 12 Jahren manifestiert. Bei ca. 25 % der M. Osler Patienten werden gastrointestinale Blutungen beobachtet, die meist ab dem 40. Lebensjahr beginnen. Große AVMs, die in Lunge, ZNS oder dem Gastrointestinaltrakt auftreten, können durch starke Blutungen schwerwiegende Komplikationen bewirken.
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Häufige, spontane Epistaxis (Nasenbluten)
- Teleangiektasien (Gefäßmissbildungen) an Lippen, Mundhöhle, Fingern und Nase
- Viszerale Manifestation von AVM (Lunge, Leber, ZNS und Gastrointestinaltrakt)
- Positive Familienanamnese (mindestens ein Verwandter ersten Grades mit einem der o. g. Kriterien)
Genetik
Keimbahnmutationen im Gen ENG (Endoglin), das auf Chromosom 9q31.1 liegt, sind für M. Osler beschrieben (Typ HHT1). ENG umfasst 14 Exons und kodiert eine mRNA von 3142 bp Länge.
Endoglin, das 561 Aminosäuren umfasst, ist ein homodimeres Membranprotein welches am TGF-β-Signaltransduktionsweg beteiligt ist.
Neben ENG-Mutationen sind auch Mutationen im Gen ACVRL1 (Synonym ALK1) bei M. Osler beschrieben (Typ HHT2). In der Literatur wird die Häufigkeit von Mutationen in ENG (53 %) und ACVRL1 (47 %) bisher nahezu gleich angegeben.
Bei einer kleinen Anzahl von Patienten mit HHT (ca. 2 %) findet sich eine ursächliche Mutation im Gen SMAD4. Hier liegt meist eine Kombination von HHT und einer juvenilen Polyposis coli vor.
