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Temple-Syndrom (TS14), Maternale UPD14 / UPD14(mat)-ähnlicher Phänotyp

Untersuchte Gene / Spezifische Diagnostik

Klinische Symptomatik

Die Symptomatik umfasst eine postpartale Hypotonie, späte Adipositas, kleine Hände und Füße, Wachstumsverzögerung (auch pränatal), überstreckbare Gelenke und Pubertas praecox. Die motorische Entwicklung ist etwas verzögert, selten kann auch eine milde mentale Entwicklungsverzögerung vorliegen. Häufig haben die Kinder auch eine rezidivierende Mittelohrentzündung. Ein auffälliges Methylierungsmuster in der Region 14q32 kann klinisch somit zu einem Phänotyp führen, der dem Prader-Willi-Syndrom ähnlich ist. Ein TS14 konnte aber auch bei Patienten mit einem Silver-Russell-ähnlichen Phänotyp nachgewiesen werden.

Genetik

Dem Phänotyp einer maternalen UPD14 können verschiedene genetische Ursachen zugrunde liegen:

In der Region 14q32 liegen die beiden DMRs („differentially methylated region“) IG-DMR (intergenic) und MEG3-DMR. Bei Patienten mit diesem Phänotyp wurde eine Hypomethylierung einer oder beider DMRs nachgewiesen. Es sind Mosaike möglich und kann auf verschiedene genetische Ursachen in der Region 14q32 zurückgeführt werden: maternale UPD14, Mikrodeletion/-duplikation (auch familiäre Fälle möglich) oder eine Epimutation. Die methylierungssensitive MLPA erfasst im Vergleich zur Mikrosatellitenanalyse alle drei der o.g. Veränderungen.

Methodik

Stufe 1:

MS-MLPA, Methylierungssensitive MLPA für Chromosomenregion 14q32

Methode zur Bestimmung des Methylierungsstatus (und zum Nachweis von Deletionen / Duplikationen einzelner Exons)

 

Stufe 2:
bei positiver MS-MLPA und Hinweis auf UPD14: Empfehlung einer Abklärung einer UPD14

Material 2-4 ml EDTA-Blut
Dauerbini hchdasd Informationen zur Dauer der Analysen erhalten Sie über die jeweiligen Links unter dem Abschnitt „Untersuchte Gene“.